Die Laufzeit der Finanzierung wirkt sich
unmittelbar auf die Konditionen jedes Hypothekendarlehens aus
Als Hypothekendarlehen werden durch
Grundpfandrechte gesicherte langfristige Darlehen bezeichnet.
Das Grundpfandrecht bezeichnet eine Grundschuld,
welche durch einen Eintrag ins Grundbuch für einen Gläubiger zur
Sicherheit wird. Indem eine Immobilie auf diese Weise verpfändet werden
kann, zählen Hypothekendarlehen zu den sichersten Finanzierungsformen
überhaupt. Wer den Erwerb einer Immobilie vorhat, muss in der Regel mit
hohen Kosten rechnen, die am besten durch eine langjährige Finanzierung
bewältigt werden können. Hypothekendarlehen gehören zur Darlehensart,
die am häufigsten genutzt wird. Da durch die Verpfändung der Immobilie
ein Darlehensgeber über eine hohe Sicherheit verfügt, werden solche
Darlehen zu günstigen Konditionen vergeben. Die Laufzeit der
Finanzierung wirkt sich unmittelbar auf die Konditionen jedes
Hypothekendarlehens aus.
Bei der Gestaltung des Darlehens wird in vielen
Fällen die Form des Annuitätendarlehens gewählt.
Bei dieser Darlehensform erfolgt die Rückzahlung
immer zu einer gleichbleibenden Rate.
Diese wird nicht nur von der gewählten Tilgungssumme bestimmt, sondern
die Höhe des Zinssatzes nimmt ebenfalls einen großen Einfluss. Daher
kommt dem Vergleich von Hypothekenzinsen bei der Planung der
Finanzierung eine zentrale Rolle zu. Die Höhe des Zinssatzes ist von
mehreren Kriterien abhängig. Zu diesen zählen unter anderem die
Konditionen der Bank, die Finanzierungssumme und die Laufzeit sowie die
Höhe des Eigenkapitals und die Bonität des Darlehensnehmers.
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Zinssatz und Tilgung bestimmen wesentlich
die Gesamtkosten einer Immobilienfinanzierung
Besicherung von Hypothekendarlehen ist für eine
Bank ein sehr wesentlicher Aspekt, wenn es um die letztendliche
Festlegung eines Zinssatzes geht. Zuerst wird der tatsächliche
Beleihungswert der zu finanzierenden Immobilie ermittelt.
Meist entsteht bei der Bewertung ein
Immobilienwert, der bis zu 30 Prozent unter jenem Preis liegt, der bei
einer Veräußerung beziehungsweise Verwertung zu erzielen wäre. Danach
wird ein Beleihungswert festgelegt, bis zu dem die Bank maximal zur
Darlehensvergabe bereit ist. Im Allgemeinen setzt die Bank eine
Beleihungsgrenze von etwa 60 bis 80 Prozent des ermittelten
Beleihungswertes der Immobilie fest. Eine Bedeutung für den Zinssatz
hat auch die Tatsache, ob das Darlehen als 1a- oder 1b-Hypothek
vergeben wird
Dies spielt bei der Zinssatzfeststellung eine
Rolle, indem eine Hypothek als erstrangig oder nachrangig in das
Grundbuch eingetragen wird.
Bei einer nachrangigen Hypothek erhöht sich
gegenüber der erstrangigen Grundschuld das Risiko für den Kreditgeber.
Die Folge ist ein entsprechender Zinsaufschlag. Bei der Finanzierung
einer Immobilie ist neben der richtigen Zinsstrategie in gleichem Maße
die Tilgung von Bedeutung. Im Allgemeinen wird eine Tilgung bei einem
Prozent angesetzt. Wer seine Gesamtkosten reduzieren möchte, bezahlt
freiwillig mehr und vereinbart zusätzlich ein Sondertilgungsrecht. In
Zeiten allgemein niedriger Zinsen, wie sie beispielsweise seit der
Finanzkrise zu verzeichnen sind, lohnt sich eine erhöhte Tilgung.
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